
Antik
Heute verbinden viele Menschen die charakteristischen Porzellanhunde mit Fanø, wo sie in den Fenstern der Sommerhäuser stehen und hinaus auf das Meer blicken. Doch hinter ihrem harmlosen Ausdruck verbirgt sich eine überraschende und etwas frechere Geschichte. Im 19. Jahrhundert, zur Zeit der strengen Moralvorstellungen im England der Königin Victoria, war es Prostituierten verboten, für ihre Dienste direkt Geld anzunehmen. Um diese Regeln zu umgehen, fanden sie eine kreative Lösung: Sie stellten kleine Porzellanhunde ins Fenster. Zeigten die Köpfe der Hunde zur Straße, bedeutete dies, dass die Frau verfügbar war. Waren die Köpfe nach innen gedreht, war sie beschäftigt. Die Kunden – oft Seeleute aus aller Welt – kauften die Hunde nach ihrem Besuch als „Souvenirs“. Die Seeleute brachten sie mit nach Hause zu ihren ahnungslosen Ehefrauen, und so verbreiteten sich die dekorativen Figuren in der ganzen Welt. Mit der Zeit verloren die Hunde ihre pikante Bedeutung und wurden stattdessen zu begehrten Sammlerstücken, geschätzt für ihren Charme und ihre Geschichte – und sind heute ein ikonischer Anblick auf Fanø.














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